Niveaulimbo
Das stetige Absinken des Niveaus – etwa bei einer Party oder einem Gespräch.
Was in den 2010er angesagt war, was man gesagt hat und warum es damals völlig normal war.
Das stetige Absinken des Niveaus – etwa bei einer Party oder einem Gespräch.
Peinlicher Fehlschlag, grandioses Scheitern. „Epic Fail“ ist die Steigerung.
Steif wie ein Brett auf Briefkästen, Kühlschränken und Kirchenbänken liegen – und dann ab ins Internet damit.
Füße, die über den Boden gleiten, als wäre er eingeseift – zu Bässen, bei denen die Nachbarn klopfen.
Lässig-coole, selbstbewusste Ausstrahlung – Stil mit einer Portion Angeberei.
Orange im Glas, Eiswürfel klirren, Orangenscheibe dran – und ganz Deutschland fühlt sich wie im Italienurlaub.
Tee mit bunten Kugeln, ein dicker Strohhalm und ein Hype, der fast so schnell platzte wie die Perlen.
Anrede für Freunde („Alter“, „Kumpel“) und Ausruf des Erstaunens.
Der Pferdetanz, der YouTube sprengte und jede Schulparty 2012 übernahm.
Abkürzung für „You only live once“ – Man lebt nur einmal, also los!
Boss, Chef, Anführer – jemand, der das Sagen hat.
Einer tanzt allein, dann kommt der Bass – und plötzlich eskaliert das ganze Büro in Verkleidung.
Genieß es, lass es dir gut gehen – oft auch ironisch: „Na dann viel Spaß damit.“
Ein Eimer Eiswasser über den Kopf, drei Namen nominiert und ein ganzer Sommer im Schockfrost.
Winzige Gummibänder, ein Plastik-Webrahmen und ein Sommer, in dem jedes Kinderhandgelenk bunt war.
Du hast es drauf / bei dir klappt's – oft aber ironisch für das Gegenteil.
Eine ausziehbare Stange, ein Handy am Ende – und plötzlich passte die ganze Gruppe aufs Foto.
Zwei Räder, null Lenker, ein Name aus dem Kino – und ganz schön viele blaue Flecken.
Ist halt so / Da hast du absolut recht.
Jemand, der nur aufs Handy starrt und seine Umgebung nicht mehr wahrnimmt.
Ehrlich! / Ich schwöre! – Beteuerung, dass etwas wirklich stimmt. Als Frage auch: „Echt jetzt?“
Grünes Mus auf geröstetem Brot – und angeblich der Grund, warum eine ganze Generation kein Haus kaufen kann.
Eine halb volle Plastikflasche, ein Wurf, ein dumpfes „Plopp“ – und die ganze Klasse rastet aus.
Kopf in die Armbeuge, anderer Arm schräg nach oben – fertig war die Jubelpose einer ganzen Generation.
Alle erstarren, einer filmt, im Hintergrund läuft „Black Beatles“ – der Herbst 2016 stand still.
Der Sommer, in dem ganz Deutschland plötzlich freiwillig spazieren ging – mit dem Handy vor der Nase.
Ein Kugellager, drei Arme und eine ganze Schulklasse im Bann.
Ich bin’s / ich bin – absichtlich falsch geschrieben, als Ironie auf schlechtes Internet-Deutsch.
Bastelkleber, Rasierschaum, Glitzer – und eine Küche, die nie wieder ganz sauber wurde.
Jemand, der etwas Besonderes, Anständiges oder Selbstloses für andere tut.
Ich lache mich gerade kaputt – oder: Ich bin völlig am Ende.
Reis, roher Fisch, Avocado, Edamame – alles hübsch nebeneinander in einer Schüssel, die aussieht wie eine Farbpalette.
„Ich bin dann mal weg“ – meist als witziger Fluchtsatz, wenn eine Situation unangenehm wird.