Spruch aus den 2010er

I bims

2017
Jugendlicher zeigt grinsend mit beiden Daumen auf sich selbst, daneben der Schriftzug „I bims“

Bedeutung

Ich bin’s / ich bin – absichtlich falsch geschrieben, als Ironie auf schlechtes Internet-Deutsch.

  • „Wer klingelt da so spät?“ – „I bims, 1 Pizzabote.“
  • „I bims wieder, euer Lieblingsnachbar mit dem Rasenmäher.“
  • „Was machst du heute?“ – „I bims am Chillen vong Sofa her.“

Was „I bims“ bedeutet

„I bims“ heißt schlicht „Ich bin’s“ – nur eben so, als hätte jemand die Rechtschreibung im Mixer püriert.

Und genau das ist der Witz. Niemand, der „I bims“ schreibt, kann wirklich kein Deutsch. Es ist pure Ironie: eine Parodie auf verunglückte Facebook-Posts, kitschige Sprüchebilder und Autokorrektur-Unfälle.

Fast immer kam „I bims“ im Paket mit seinen Freunden:

  • „1“ statt „ein“
  • „vong“ statt „von“
  • gern noch ein „Lauch“ obendrauf

Der Klassiker schlechthin: „I bims, 1 Lauch.“ Übersetzt: „Ich bin’s, ein schmächtiger Typ.“ Poesie.

Herkunft: die Vong-Sprache

Um 2016 tauchten im Netz Bildchen auf, die aussahen wie die typischen „Guten Morgen“-Grüße aus der Familien-WhatsApp-Gruppe – nur mit absurd falschem Text. Facebook-Seiten wie „Nachdenkliche Sprüche mit Bilder“ machten den Stil groß. Aus „vong Gefühl her“ wurde ein eigener Dialekt des Internets: die Vong-Sprache.

Das Prinzip war einfach:

  • Zahlen statt Artikel
  • Wörter falsch beugen
  • Zeiten wild mischen
  • das Ganze mit todernster Miene präsentieren

„I bims“ war das Aushängeschild – kurz, sofort erkennbar und herrlich dämlich.

2017 krönte Langenscheidt „I bims“ dann zum Jugendwort des Jahres. Auf Platz zwei und drei: „napflixen“ (beim Serienschauen einnicken) und „tinderjährig“ (alt genug für Dating-Apps).

Spätestens da wussten auch Lehrkräfte und Radiomoderatoren Bescheid – was bekanntlich das Todesurteil für jedes Jugendwort ist.

Wer sagt das – und wann?

Zu Hochzeiten haben es wirklich alle gesagt: Schüler, Studis, Social-Media-Teams von Firmen und, ja, auch Eltern. Genutzt wurde es vor allem schriftlich – in Chats, Kommentaren und Memes.

Laut ausgesprochen klingt „I bims“ eher nach bayerischem Dialekt – was den Spaß noch verdoppelte.

So benutzt du es richtig:

  • Nur mit Augenzwinkern, nie ernst gemeint
  • Am besten im Chat, nicht in der Bewerbung
  • Mit „1“ und „vong“ kombinieren – wenn schon, denn schon
  • Als Retro-Gag: „I bims, 1 Millennial“

Wenn Eltern das sagen …

… ist es ungefähr 2018 und der Gag hat seinen Zenit längst überschritten. Ein Vater, der beim Grillen „I bims, 1 Grillmeister“ ruft, erzeugt bei den Kindern zuverlässig Fremdscham – also genau das Gefühl, das später als „Cringe“ Jugendwort wurde. Ein schöner Kreislauf.

Sagt man das heute noch?

Kaum. „I bims“ ist ein Zeitdokument, so wie Planking oder der Harlem Shake. Wer es heute benutzt, tut das meist bewusst nostalgisch – ungefähr wie jemand, der „knorke“ sagt.

Für die Jugend von heute klingt es wie ein Fossil aus der Facebook-Ära. Aber hey: Als Insider unter Leuten, die 2017 dabei waren, funktioniert es immer noch. I bims, 1 Erinnerung.

Häufige Fragen zu I bims

Was bedeutet „I bims“?

„I bims“ bedeutet „Ich bin’s“ oder „ich bin“. Die falsche Schreibweise ist Absicht und macht sich über holpriges Internet-Deutsch lustig.

Wann war „I bims“ Jugendwort des Jahres?

„I bims“ wurde 2017 von Langenscheidt zum Jugendwort des Jahres gekürt. Auf den Plätzen landeten „napflixen“ und „tinderjährig“.

Woher kommt „I bims“?

Aus der sogenannten Vong-Sprache, die sich ab 2016 über Facebook-Seiten und Memes verbreitete. Typisch waren Sätze wie „I bims, 1 Lauch“.

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