Trend aus den 2010er

Poke Bowl

2018–2019
Eine bunte Schüssel von oben mit Reis, rohem Thunfisch, Lachs, Avocado, Edamame, Mango und Sesam

Bunt, frisch und angeblich gesund: Die Poke Bowl kam um 2018 aus Hawaii in deutsche Innenstädte – und blieb.

Was ist eine Poke Bowl?

Eine Poke Bowl ist im Grunde Sushi in der Schüssel. Unten Reis, oben marinierter roher Fisch, drumherum alles, was bunt ist:

  • Thunfisch oder Lachs, klein gewürfelt
  • Avocado, Gurke, Edamame
  • Mango, Rotkohl, Algensalat
  • Sesam, Röstzwiebeln und eine Soße obendrauf

Alles wird ordentlich nebeneinander angerichtet, nicht vermischt. Erst fotografieren, dann umrühren.

Was „Poke“ bedeutet

Kurze Klarstellung, weil es wirklich alle gefragt haben: Poke hat nichts mit Pokémon zu tun. Auch wenn der Hype zeitlich nicht weit von Pokémon Go entfernt lag.

Das Wort stammt aus dem Hawaiianischen und heißt so viel wie „in Stücke geschnitten“. Gemeint ist der gewürfelte Fisch. In Hawaii isst man Poke seit Generationen als einfachen Snack, oft nur mit Sojasoße, Zwiebeln und Algen.

Von Hawaii nach Berlin

Den Weg zu uns nahm die Bowl über Umwege: Zuerst eroberte sie das US-Festland, Mitte der 2010er schossen dort in Kalifornien und New York Poke-Läden aus dem Boden. Dann sprang der Trend nach London und schließlich nach Deutschland.

Unterwegs wurde aus dem schlichten Fischsnack ein Baukasten-Gericht: mehr Reis, mehr Gemüse, mehr Soßen, dazu Tofu für alle, die keinen rohen Fisch mögen. Mit Hawaii hatte das am Ende nur noch entfernt zu tun.

Um 2018 eröffneten in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt reihenweise Poke-Restaurants. Die Läden sahen fast alle gleich aus: Holz, Pflanzen, Neonschrift und eine Theke, an der man seine Bowl Schritt für Schritt zusammenstellt.

Warum alle sie wollten

Die Poke Bowl traf genau den Nerv der Zeit:

  • Gesund – oder zumindest gesund aussehend
  • Individuell – du bestimmst jede Zutat selbst
  • Instagram-tauglich – die Farben knallen auf jedem Foto
  • Schnell – perfekt für die Mittagspause im Büro

Sie war die Mittagsvariante des Avocado-Toasts: Gleiche Zielgruppe, gleiches Lebensgefühl, ähnlicher Preis. Für eine Schüssel Reis mit Fisch wurden gern zweistellige Beträge fällig.

Was ist geblieben?

Anders als viele Food-Trends ist die Poke Bowl nicht verschwunden. Sie gibt es heute an Bahnhöfen, in Einkaufszentren, im Kühlregal des Supermarkts und beim Lieferdienst.

Aus dem Hype wurde Alltag. Und der Begriff „Bowl“ hat sich verselbständigt: Heute heißt jede Schüssel mit Zutaten irgendwie Bowl – Buddha Bowl, Breakfast Bowl, Burrito Bowl. Früher hieß das einfach Salat.

Häufige Fragen zu Poke Bowl

Was ist eine Poke Bowl?

Eine Poke Bowl ist eine Schüssel mit Reis, mariniertem rohem Fisch und vielen Toppings wie Avocado, Edamame, Gurke, Mango oder Algensalat. Das Gericht stammt ursprünglich aus Hawaii.

Was bedeutet Poke?

Poke kommt aus dem Hawaiianischen und bedeutet so viel wie „in Stücke geschnitten“. Gemeint ist der klein gewürfelte rohe Fisch. Mit Pokémon hat der Name nichts zu tun.

Ist eine Poke Bowl gesund?

Meist ja: viel Gemüse, Eiweiß aus Fisch und gesunde Fette aus Avocado. Kalorienfallen sind große Reisportionen und viel Mayo-Soße.

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