Trend aus den 2010er

Shuffle Dance

2011–2012
Ein Tänzer in Neon-Turnschuhen beim schnellen Shuffle-Schritt, die Füße verwischt vor Bewegung

Laufen auf der Stelle, aber elegant: Der Shuffle Dance brachte 2011 Schulhöfe, Clubs und YouTube zum Rutschen.

Was ist Shuffle Dance?

Beim Shuffle gleiten die Füße schnell und rhythmisch über den Boden, als hätte jemand die Tanzfläche gebohnert. Der Oberkörper bleibt locker, die Beine machen die Arbeit.

Die zwei Grundschritte, die jeder kannte:

  • Running Man: auf der Stelle laufen, den Fuß nach hinten gleiten lassen
  • T-Step: ein Fuß dreht seitlich hin und her, der andere hüpft mit

Dazu schnelle elektronische Musik – und fertig war die Party. Wadenkrampf inklusive.

Von Melbourne in die Welt

Erfunden wurde der Tanz in Melbourne, Australien. Dort tanzten Raver Ende der 1980er auf Underground-Partys in Lagerhallen so, deshalb heißt er bis heute auch Melbourne Shuffle.

Lange blieb das eine Szene-Sache. Mitte der 2000er tauchten die ersten Shuffle-Videos auf YouTube auf, und Tänzer auf der ganzen Welt begannen, die Schritte in ihrem Zimmer nachzumachen.

Der große Hype 2011

Den Durchbruch brachte 2011 ein Partysong, in dessen Musikvideo Horden von Shuffle-Tänzern durch die Straßen zogen. Der Song lief überall, und plötzlich wollte jeder diese Schritte können.

In Deutschland hieß das:

  • Schulhof-Battles in der großen Pause
  • Tutorials auf YouTube mit Millionen Klicks
  • Neon-Schuhe und Glitzer-Schnürsenkel als Pflicht-Accessoire
  • Diskos, in denen plötzlich ganze Gruppen gleichzeitig shuffelten

Ein paar Jahre zuvor waren es noch Jumpstyle und Tecktonik gewesen. Der Shuffle war der flüssigere, coolere Nachfolger – weniger Springen, mehr Gleiten.

Comeback auf TikTok

Nach dem Hype wurde es ruhiger. Doch in den 2020ern tauchte der Shuffle wieder auf: auf TikTok, mit kurzen Clips von Tänzern in Küchen, Garagen und auf Parkplätzen.

Die neue Generation kombinierte die alten Schritte mit Drehungen und Armbewegungen und nannte das Ganze einfach wieder Shuffle. Und die Leute, die 2011 auf dem Schulhof geübt hatten, merkten: Die Knie sind nicht mehr dieselben.

Was bleibt?

Der Shuffle ist heute ein Nischen-Klassiker: Es gibt Kurse, Communities und Festivals, auf denen geshuffelt wird. Den ganz großen Massenmoment hatte er aber 2011.

Wer es mal probiert hat, kann eines bestätigen: Es sieht viel leichter aus, als es ist. Und viel cooler, als es sich anfühlt.

Häufige Fragen zu Shuffle Dance

Woher kommt der Shuffle Dance?

Der Shuffle stammt aus Melbourne in Australien. Er entstand Ende der 1980er in der dortigen Rave- und Clubszene und wird deshalb auch Melbourne Shuffle genannt.

Wie lernt man Shuffle Dance?

Die zwei Grundschritte sind der Running Man, bei dem man auf der Stelle läuft und die Füße zurückgleiten lässt, und der T-Step, bei dem ein Fuß seitlich hin und her dreht. Wer die beiden flüssig kombiniert, shuffelt schon.

Wann war der Shuffle-Hype?

Der große Hype lag um 2011 und 2012, als ein Partysong mit Shuffle-Tänzern im Video weltweit durch die Charts ging. In den 2020ern feierte der Tanz auf TikTok ein Comeback.

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