Trend aus den 2010er

Hoverboard

2015–2016
Jugendlicher balanciert mit ausgestreckten Armen auf einem zweirädrigen, selbstbalancierenden Board mit leuchtenden Rädern

Es schwebte nicht, es rollte. Trotzdem wollte 2015 gefühlt jeder ein Hoverboard – und landete erst mal auf dem Hintern.

Was ist ein Hoverboard?

Ein Hoverboard ist ein Brett mit zwei Rädern, eins links, eins rechts, dazwischen Akku und Sensoren. Du stellst dich drauf, und das Board hält dich mehr oder weniger im Gleichgewicht.

Gesteuert wird nur mit den Füßen:

  • Nach vorne lehnen – es fährt los.
  • Nach hinten lehnen – es bremst.
  • Einen Fuß kippen – es dreht sich.

Klingt einfach. Die ersten Versuche endeten trotzdem oft an Türrahmen, Sofas und Schienbeinen.

Ein Name aus Hollywood

Der Name ist geklaut, und zwar aus dem Kino. In „Zurück in die Zukunft II“ von 1989 schwebt der Held auf einem Skateboard ohne Räder durch das Jahr 2015.

Die Pointe: Ausgerechnet 2015 kam der Hype. Statt schwebender Bretter gab es rollende Bretter mit LED-Lichtern. Die Zukunft war da – nur ein bisschen bodenständiger als gedacht.

Der Weihnachts-Hit 2015

Ende 2015 waren Hoverboards überall: in Musikvideos, in Promi-Posts und in unzähligen Fail-Videos. Zu Weihnachten standen sie ganz oben auf den Wunschzetteln.

Weil die Nachfrage riesig war, kamen massenhaft billige Modelle auf den Markt. Und die hatten ein Problem:

  • Akkus, die überhitzten oder sogar Feuer fingen.
  • Viele Fluggesellschaften verbannten Hoverboards aus dem Gepäck.
  • 2016 wurden in den USA rund eine halbe Million Boards zurückgerufen.

Ein Weihnachtsgeschenk, das man vorsichtshalber nicht unbeaufsichtigt lädt – das gab es auch noch nicht oft.

In Deutschland: nur auf dem Hof

Hierzulande kam noch ein anderer Dämpfer dazu: Hoverboards haben keine Straßenzulassung. Fahren auf Straße, Radweg oder Gehweg ist verboten, erlaubt ist nur privates Gelände.

Selbst als E-Scooter 2019 offiziell erlaubt wurden, blieben Hoverboards außen vor. Wer trotzdem durch die Fußgängerzone rollte, riskierte Bußgeld und Ärger mit der Versicherung. Der Traum vom Schweben endete also oft in der Garageneinfahrt.

Was ist daraus geworden?

Nach 2016 war der große Hype vorbei. Die Akku-Skandale, die Verbote und die blauen Flecken hatten ihren Teil beigetragen.

Ganz verschwunden sind Hoverboards aber nicht: Als Spielzeug für Kinder werden sie bis heute verkauft, inzwischen mit Sicherheitszertifikaten. Für die Generation Selfie-Stick bleibt es trotzdem das Weihnachtsgeschenk von 2015 – gleich neben den Fail-Videos, die damit entstanden.

Häufige Fragen zu Hoverboard

Darf man in Deutschland mit dem Hoverboard auf der Straße fahren?

Nein. Hoverboards haben keine Straßenzulassung und dürfen deshalb weder auf Straßen noch auf Rad- oder Gehwegen gefahren werden. Erlaubt ist das Fahren nur auf privatem Gelände.

Warum heißt es Hoverboard, obwohl es nicht schwebt?

Der Name ist eine Anspielung auf das schwebende Skateboard aus dem Film „Zurück in die Zukunft II“ von 1989. Das echte Gerät ist eigentlich ein selbstbalancierender Roller auf zwei Rädern.

Wann waren Hoverboards angesagt?

Der große Hype lag Ende 2015 und 2016. Hoverboards waren damals eines der begehrtesten Weihnachtsgeschenke.

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