Trend aus den 2020er

Wordle

2022
Ein Raster aus grünen, gelben und grauen Buchstabenkacheln, eine Hand legt die letzte grüne Kachel, daneben eine Tasse Kaffee

Grün, gelb, grau – wer diese Kästchen sieht, denkt sofort an Wordle. Das Worträtsel war Anfang 2022 das tägliche Ritual von Millionen.

Wie funktioniert Wordle?

Die Regeln passen auf einen Bierdeckel. Du hast sechs Versuche, um ein Wort mit fünf Buchstaben zu erraten. Nach jedem Tipp färben sich die Felder:

  • Grün: richtiger Buchstabe an der richtigen Stelle
  • Gelb: Buchstabe kommt vor, steht aber woanders
  • Grau: Buchstabe ist nicht im Wort

Und der Clou: Es gibt nur ein Rätsel pro Tag – für alle dasselbe. Wer fertig ist, muss bis morgen warten. Qualvoll, aber genial.

Ein Liebesgeschenk geht viral

Erfunden hat Wordle ein Softwareentwickler, der das Spiel ursprünglich für seine Partnerin programmierte, weil sie Worträtsel liebte. Im Oktober 2021 stellte er es online, anfangs spielten nur rund 90 Leute.

Dann ging es schnell. Anfang Januar 2022 waren es schon Hunderttausende, wenige Wochen später Millionen täglich. Keine Werbung, keine App, keine Anmeldung – nur eine schlichte Webseite.

Das Geheimnis: die Kästchen

Der eigentliche Hype-Motor war der Teilen-Button. Nach dem Rätsel konntest du dein Ergebnis als Raster aus farbigen Emoji-Kästchen posten – ohne die Lösung zu verraten.

Plötzlich waren Twitter, WhatsApp-Gruppen und Familienchats voll mit grün-gelben Mosaiken und Zahlen wie „3/6“. Wer in zwei Versuchen gewann, war der Held des Tages. Wer bei „X/6“ landete, schwieg lieber.

Ähnlich wie beim Dalgona-Kaffee zwei Jahre zuvor machte jeder mit, weil man sofort sehen konnte, dass alle anderen mitmachen.

Gekauft für Millionen

Ende Januar 2022 kam die Überraschung: Die New York Times kaufte Wordle – für einen Betrag im niedrigen siebenstelligen Bereich. Aus einem Hobbyprojekt war in drei Monaten ein Millionen-Deal geworden.

Kostenlos blieb das Spiel trotzdem. Einige Fans waren empört, als danach angeblich schwierigere Wörter kamen. Bewiesen wurde das nie, aber gemeckert wurde reichlich.

Deutsche Ableger und das Danach

In Deutschland spielten viele das englische Original, andere wichen auf deutsche Varianten aus – mit Umlauten als zusätzlicher Gemeinheit. Es folgten Hunderte Klone: mit Ländern, Songs, Mathe-Gleichungen.

Der ganz große Hype legte sich noch 2022. Aber Wordle lebt: Viele spielen es bis heute jeden Morgen zum Kaffee, still und ohne Kästchen-Post. Die Streak-Zahl verraten sie dir trotzdem gern.

Häufige Fragen zu Wordle

Wie funktioniert Wordle?

Du musst ein Wort mit fünf Buchstaben in maximal sechs Versuchen erraten. Grün heißt: Buchstabe richtig und an der richtigen Stelle. Gelb heißt: Buchstabe kommt vor, steht aber woanders. Grau heißt: Buchstabe kommt nicht vor.

Wer hat Wordle erfunden?

Wordle wurde von einem Softwareentwickler programmiert, ursprünglich als Geschenk für seine Partnerin. Im Oktober 2021 stellte er es online, im Januar 2022 kaufte die New York Times das Spiel.

Gibt es Wordle noch?

Ja. Wordle läuft weiterhin bei der New York Times, jeden Tag mit einem neuen Wort. Daneben gibt es zahlreiche Ableger, auch auf Deutsch.

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