Plötzlich waren alle zehn Zentimeter größer: Buffalo-Schuhe machten die späten 90er zur Plateau-Ära. Umknicken inklusive.
Was waren Buffalo-Schuhe?
Gemeint sind vor allem Turnschuhe mit gigantischer Plateausohle, oft weiß oder silbern, mit welligem Sohlenmuster. Die Sohle allein war gern so hoch wie eine Milchpackung breit.
Typische Merkmale:
- Mega-Sohle aus Gummi oder Schaumstoff.
- Schnürung oder Klett, gern in Lack- oder Glitzer-Optik.
- Gewicht wie zwei Hanteln – gefühlt zumindest.
„Buffalos“ wurde schnell zum Oberbegriff für Plateauschuhe, egal von welcher Marke.
Von Cowboystiefeln zur Techno-Ikone
Die Marke Buffalo gibt es seit 1979 – gestartet als Importeur von Cowboystiefeln. Daher stammen auch Name und Logo.
Der große Durchbruch kam in den 1990ern über die Techno- und Rave-Szene. Wer nächtelang tanzte, wollte auffallen, und nichts fiel mehr auf als ein Schuh, der dich auf Augenhöhe mit dem DJ brachte. Love Parade ohne Plateau? Undenkbar.
Vom Club auf den Schulhof
Ab Mitte der 90er kamen die Schuhe im Mainstream an. Ein Schub kam aus England: Die Spice Girls trugen Plateau-Sneaker auf Bühnen und in Videos, und plötzlich wollte jedes Mädchen solche Schuhe.
Auf den Schulhöfen bedeutete das:
- Wettrennen wurden zum Risikosport.
- Treppen wurden zum Abenteuer.
- Lehrkräfte schauten plötzlich zu ihren Schülerinnen hoch.
Dazu passten Schlaghosen, bauchfreie Tops und Glitzer im Gesicht – das komplette 90er-Paket.
Warum es jeder machte
Buffalos waren laut, selbstbewusst und ein bisschen verrückt. Sie zeigten: Ich höre Techno, ich kenne die Popcharts, ich hab Style. Und sie machten größer, was für viele Teenager ein Argument für sich war.
Für Eltern war es dagegen der Albtraum: teuer, gefährlich, „so gehst du mir nicht aus dem Haus“. Was den Hype natürlich nur noch mehr befeuerte.
Was ist aus den Buffalos geworden?
Um die Jahrtausendwende war die Plateau-Welle vorbei. Die Schuhe landeten im Keller, neben den Pogs und dem Diddl-Block. In den 2000ern trug man lieber Trucker-Cap und Arschgeweih (schwierige Zeit).
Doch die Mode dreht sich bekanntlich im Kreis: Ab Ende der 2010er kamen die Plateau-Sneaker mit dem 90er- und Y2K-Revival zurück. Die Marke legte ihre Klassiker neu auf, und auf Instagram stapften sie wieder durchs Bild.
Heute sind Buffalos Kult mit Comeback-Status. Und wer seine Originale aufgehoben hat, kann sagen: Ich war schon vorher cool.
Häufige Fragen zu Buffalo-Schuhe
Wann waren Buffalo-Schuhe in?
Der große Hype um die Plateau-Schuhe lag Mitte bis Ende der 1990er, mit dem Höhepunkt um 1997 und 1998. Ein Comeback erlebten sie ab Ende der 2010er im Zuge der 90er- und Y2K-Mode.
Wie hoch sind Buffalo-Schuhe?
Die klassischen Plateau-Modelle hatten Sohlen von mehreren Zentimetern, viele um die zehn. Extreme Varianten waren deutlich höher.
Gibt es Buffalo-Schuhe noch?
Ja. Die Marke existiert seit 1979 und verkauft bis heute Plateau-Sneaker und -Stiefel, darunter Neuauflagen der Klassiker aus den 90ern.
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