Trend aus den 2000er

Beyblade

2003
Zwei bunte Kampfkreisel prallen in einer runden Plastikarena aufeinander, daneben liegt ein Starter mit Reißleine

„3, 2, 1 – Let it rip!“ Wer Anfang der 2000er zur Schule ging, kennt den Schlachtruf. Beyblade machte aus Kreiseln Kampfmaschinen.

Was sind Beyblades?

Ein Beyblade ist ein Kampfkreisel aus Plastik und Metall. Du steckst ihn auf einen Starter, ziehst die Reißleine und schießt ihn in eine runde Arena. Dann heißt es:

  • Wer aus der Arena fliegt, verliert.
  • Wer zuerst umkippt, verliert.
  • Wer am längsten kreiselt, gewinnt.

Das Besondere: Die Kreisel bestanden aus mehreren Einzelteilen, die man austauschen und kombinieren konnte. Tuning für Zwölfjährige, sozusagen.

Aus Japan in die Welt

Erfunden hat die Beyblades der japanische Spielzeughersteller Takara, die ersten kamen 1999 auf den Markt. Vorbild waren traditionelle japanische Kampfkreisel, mit denen schon Generationen vorher gespielt wurde.

Den Turbo zündete die Anime-Serie: Jugendliche lassen darin ihre Kreisel gegeneinander antreten, in jedem wohnt ein mythisches Wesen. Ab 2002 brachte Hasbro die Kreisel international in die Läden, in Deutschland lief die Serie bei RTL II.

Der Schulhof als Arena

Plötzlich standen in jeder Pause Trauben von Kindern um eine Plastikschüssel. Wer keine Arena hatte, nahm den Deckel einer Box oder den Küchentisch zu Hause.

Das sorgte für reichlich Ärger:

  • Abgebrochene Teile und weggeflogene Kreisel.
  • Streit um Regeln, Fouls und „das zählt nicht!“.
  • Verbote an Schulen, weil die Pausen zu laut wurden.

Und natürlich ging es auch ums Sammeln. Wer den seltenen Kreisel aus der Serie hatte, war der Held der Klasse. Wie vorher bei Pogs und dem Jo-Jo galt: Mitreden kann nur, wer mitspielt.

Warum es jeder machte

Beyblade verband drei Dinge, die Kinder lieben: eine Serie, ein Spielzeug und einen Wettkampf. Was man nachmittags im Fernsehen sah, konnte man am nächsten Morgen auf dem Schulhof nachspielen.

Dazu kam der Bastel-Faktor. Jeder hatte seine geheime Kombination aus Teilen und schwor, dass seine die stärkste sei. Bewiesen wurde das nie, behauptet ständig.

Was ist daraus geworden?

Nach etwa 2003/04 flaute der erste Hype ab. Doch Beyblade ist zäher als jeder Kreisel: Es folgten Neuauflagen wie Metal Fusion ab 2010, Beyblade Burst und zuletzt Beyblade X ab 2023.

Damit kreiseln heute die Kinder der Kinder von damals. Die Arena ist schicker, die Kreisel schneller – nur der Schlachtruf ist geblieben. „Let it rip!“

Wer es lieber ruhig mag, greift zum Fidget Spinner: auch ein Kreisel, aber ohne Gegner.

Häufige Fragen zu Beyblade

Wann waren Beyblades angesagt?

Die ersten Beyblades kamen 1999 in Japan heraus. In Deutschland lag der Hype Anfang der 2000er, vor allem um 2002 und 2003, als die Anime-Serie im Fernsehen lief. Später folgten Neuauflagen, zuletzt Beyblade X ab 2023.

Was bedeutet „Let it rip“?

„Let it rip“ ist der Startruf aus der Beyblade-Serie. Gemeint ist: Reißleine ziehen und den Kreisel loslassen. Davor wird laut heruntergezählt: „3, 2, 1 …“.

Gibt es Beyblades noch?

Ja. Die Kreisel wurden mehrfach neu aufgelegt, unter anderem als Beyblade Metal Fusion ab 2010, Beyblade Burst und Beyblade X ab 2023.

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