Große Augen, Plüschfell, eigene Sprache: Der Furby war 1999 das Spielzeug, das jedes Kinderzimmer wollte – und manches Kind nachts gruselte.
Ein Haustier mit Batterien
Der Furby sah aus wie eine Mischung aus Eule, Hamster und Gremlin. Er hatte bewegliche Ohren, einen Schnabel und riesige Klimperaugen. Und er reagierte auf dich:
- Streicheln am Rücken – er schnurrte.
- Kitzeln am Bauch – er kicherte.
- Umdrehen – er beschwerte sich.
- Dunkelheit – er gähnte und schlief ein.
Was heute nach Bastel-Elektronik klingt, war damals eine kleine Sensation. Ein Plüschtier, das zurückredet? So etwas hatte die Welt noch nicht gesehen.
Furbisch für Anfänger
Das Geniale: Der Furby sprach anfangs fast nur Furbisch, eine erfundene Fantasiesprache. „Kah may-may“ und „Doo-moh“ klangen süß und rätselhaft zugleich.
Mit der Zeit mischte er immer mehr echte Wörter dazu – in der deutschen Version Deutsch. Viele Kinder glaubten fest, ihr Furby lerne von ihnen. In Wahrheit schaltete er nur nach und nach vorprogrammierte Sätze frei. Der Effekt war trotzdem magisch.
Der Weihnachts-Wahnsinn
In den USA kam der Furby im Herbst 1998 auf den Markt und war sofort ausverkauft. Eltern prügelten sich fast um die letzten Exemplare, auf Auktionsseiten wurden sie zu Wucherpreisen weiterverkauft.
1999 erreichte der Hype Deutschland. Der Furby stand ganz oben auf den Wunschzetteln, ähnlich wie zwei Jahre zuvor das Tamagotchi. In den ersten drei Jahren wurden weltweit rund 40 Millionen Furbys verkauft.
Kurios: Mehrere US-Behörden, darunter der Geheimdienst NSA, verbannten den Furby 1999 aus ihren Gebäuden – aus Angst, er könne Gespräche aufnehmen. Konnte er nicht. Aber die Legende vom Spion-Plüschtier war geboren.
Warum er auch gruselig war
Der Furby hatte keinen richtigen Ausschalter. Wer ihn ruhig haben wollte, musste die Batterien rausnehmen.
Und so passierte es immer wieder: Mitten in der Nacht ging ein Geräusch los, und aus dem dunklen Regal leuchteten zwei große Augen. Und dann: ein leises Kichern. Bis heute erzählen Leute von ihrem Furby-Trauma – meistens mit einem Lachen.
Was ist aus dem Furby geworden?
Nach 2000 ließ der Hype schnell nach. Der Furby wurde aber mehrfach neu aufgelegt, etwa 2005, 2012 und 2023, mit LCD-Augen, App und neuen Funktionen.
Ein echter Massenhype wurde daraus nie wieder. Die Rolle des süß-gruseligen Sammelwesens hat heute eher Labubu übernommen. Der Original-Furby aber ist Kult – und liegt bei vielen noch im Keller. Hoffentlich ohne Batterien.
Häufige Fragen zu Furby
Wann kam der Furby raus?
Der Furby kam im Herbst 1998 in den USA auf den Markt. In Deutschland wurde er 1999 zum großen Hit und war vor allem zu Weihnachten heiß begehrt.
Kann ein Furby wirklich lernen?
Nein, nicht im eigentlichen Sinn. Der Furby sprach anfangs fast nur seine Fantasiesprache Furbisch und schaltete mit der Zeit vorprogrammierte Wörter frei. Das wirkte wie Lernen, war aber festgelegt.
Gibt es den Furby heute noch?
Ja. Der Furby wurde mehrfach neu aufgelegt, unter anderem 2005, 2012 und 2023. An den Hype von damals kam aber keine Neuauflage heran.
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